Theoriekurs

Der achtstündige Theoriekurs ist der ideale Start in die A-EXPRESS-Ausbildung.

A-EXPRESS-KursWir wollten unseren Kunden wochenlanges Besuchen von Zweistundenkapiteln ersparen. Deshalb haben wir uns für einen abgeschlossenen Kurs entschlossen, in dem sie mit Gleichgesinnten ein Team bilden und neben den Kursinhalten auch in den Pausengesprächen bereits „Motorrad-Talk“ betreiben können.

An einem Wochenende, konkret Freitag von 16 bis 20 Uhr und Samstag von 8 bis 12 Uhr, schließen sie ihre Theorieausbildung ab.

Der A-EXPRESS-Kurs behandelt die Bereiche Fahrtechnik, Vorschriften, Bekleidung und Ausrüstung, Sicherheit und Motorradtechnik. Dabei stehen die konkreten Erfordernisse im täglichen Motorradfahrbetrieb im Vordergrund.

Der Theoriekurs vermittelt Ihnen grundlegende Techniken mit denen sie in den Fahrstunden zu arbeiten beginnen. Es werden aber auch Einstellungen erarbeitet, mit denen sie in ihrer späteren Fahrpraxis besser und konfliktärmer mit dem Motorrad unterwegs sein werden.

Fahrausbildung

Übersicht über die praktische Motorradausbildung

Die Fahrausbildung besteht aus Grund- und Hauptschulung und der Prüfungsvorbereitung.

Grundschulung

Fahrtechnik soll keine Wissenschaft sein. Und sie darf nicht den Routiniers und Rennfahrern vorbehalten sein. Auch als Führerscheinneuling starten sie besser mit der richtigen Fahrtechnik.

Auf unserem Übungsplatz erarbeiten sie mit einfachsten Übungen beginnend, die notwendige Bedienung und Fahrtechnik, mit der sie sich im Verkehr selbständig und sicher bewegen können.

Da, anders als bei PKW-Ausbildungen, kaum Eingriffsmöglichkeiten für die Fahrlehrer bestehen, ist es notwendig, dass sie vom ersten Meter an, ihr Schulmotorrad selbständig bewegen können.

Wir erreichen das durch eine besondere Ausbildungsphilosophie:

„Nie etwas mit Anstrengung oder unter Zeitdruck tun!“

Leider ist die Meinung weitverbreitet, das schnelles Motorradfahren mit schnellen Bewegungen zusammenhängt. Das manche Manöver mit Kraftanstrengung durchgeführt werden müssen.

Diese Meinung ist falsch: Schnell muß das Motorrad sein, nicht der Fahrer. Kraft liefert der Motor, nicht der Fahrer.

Diesen Grundsätzen entsprechend, darf es auch in der Grundschulung keine Übungen geben, die mit Kraft, Zeitdruck oder einem unguten „Bauchgefühl“ ausgeführt werden.

Die Grundschulung wird in vielen Fahrschulen oft noch als „12Stationen-Plan“ bezeichnet. Übungen aus diesem Ur-Lehrplan haben sich auch wirklich bis heute erhalten und werden bei den Fahrprüfungen beurteilt. Achter, Slalom, Spurgasse sind typische Beispiele dafür. Der gute alte Trialstop hat mittlerweile ausgedient.

Oft beobachten wir, dass diese Übungen fast wie Zirkuskunststücke trainiert werden und damit die Anwendbarkeit im wirklichen Fahrbetrieb überhaupt nicht mehr gegeben ist. Schade um die aufgewendete Trainingszeit.

In der A-EXPRESS-Ausbildung verwenden wir jede Übung um Fahrtechniken zu trainieren die beim richtigen Motorradfahren angewendet werden.

Die Achterübung ist zum Beispiel die erste Anwendung von Ideallinie und Geschwindigkeitsverlauf. Im Slalom bauen wir Fahrrhythmus und dynamische Sitzposition auf.

In der Grundschulung trainieren wir außerdem die Grundlagen des demonstrativen Fahrens (Sicherheitskonzept), universellen Abwehrreflex, Richtungsblicktechnik, Vermeidung von Bedrängungsblicken und einige andere Techniken.

Hauptschulung

Das Fahren im Verkehr hat mehrere Schwerpunkte.

Der Beginn der Hauptschulung hat die Umsetzung der in der Grundschulung erworbenen Fahrtechniken zur Aufgabe. Die verlässliche Umsetzung der Fahrlinie in Kurven und beim Einbiegen und der Aufbau eines Fahrrhythmus mit drehzahlorientierten Schaltmanövern steht hier an erster Stelle.

Diese Phase geht über in das „prüfungsmäßige“ Fahren. Prüfungsmäßiges Fahren bedeutet nicht eine spezielle Fahrweise, sondern das Üben von Manövern die bei Prüfungsfahrten standardmäßig geprüft werden. Dazu gehört das Befahren von Kreuzungen, Fahrstreifenwechsel, Hintereinanderfahren, Verhalten bei Schutzwegen und Radfahrerüberfahrten.

In der Hauptschulung fährt immer ein Fahrschüler mit einem Fahrlehrer. Der Fahrlehrer fährt voraus um die Fahrtstrecke zu bestimmen. Wir tauschen die Reihenfolge aber sobald ausreichende Sicherheit vorhanden ist. Über Funk oder auf andere Weise wird eine Fahrtstrecke festgelegt, auf der der Fahrschüler vorausfährt. Diese Variante kommt häufig auch bei der Fahrprüfung vor.

Da die ganze Ausbildung auf das Kurvenfahren ausgerichtet war, und Kurvenfahren für die meisten Motorradfahrer die Hauptmotivation darstellt, ist es nur logisch wenn die Hauptschulung damit abgerundet und abgeschlossen wird.

Der Wiener Wald bietet uns mit Höhenstraße und Exelberg Kurvenstrecken, die mit einigermaßen kurzen Anfahrtszeiten in den Fahrstunden zu erreichen sind. Zwar handelt es sich um keine Hochgeschwindigkeitskurven, aber um das bisher erworbene Wissen über Ideallinie und Fahrrhythmus anzuwenden, sind die dort vorhandenen Kurven sehr gut geeignet. Außerdem sind sie landschaftlich schön gelegen, belohnen damit für die erfolgreiche Ausbildung und geben einen Eindruck über das neue Lebensgefühl, dass sich einem durch das Motorrad eröffnen wird.

Prüfungsvorbereitung

Am Prüfungstag findet die Prüfungsvorbereitung und damit letzte Fahrstunde statt. Um die Nervosität abzubauen ist es gut, am Prüfungstag bereits Motorrad gefahren zu sein, bevor man dem Prüfer seine Leistung demonstriert.

In der Prüfungsvorbereitung werden die Geschicklichkeitsübungen der Grundschulung wiederholt und Kontrollen am Fahrzeug durchgeführt.

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